Sonntag, 27. August 2017

RLZ Thurgau startet in die zweite Saison

Im Regionalen Leistungszentrum Thurgau können Nachwuchstalente neben Beruf oder Schule zusätzliche Trainings besuchen. Was das bringt, verrät Anina Beck im Interview.

Anina, was machst Du beruflich und wo spielst Du derzeit?

Zurzeit mache ich die Ausbildung zur Fachfrau Betreuung Kleinkind in der Kita Wyfelde. Da beides in Weinfelden liegt ist es optimal. So kann ich nach dem Training direkt mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Unihockey spiele ich in der U21a bei den UH Red Lions Frauenfeld. Zusätzlich bin ich noch im Förderkader der NLA, wo ich ein bis zweimal die Trainings besuchen darf und manchmal noch für die Meisterschaftsspiele aufgeboten werde. Im Sommer habe ich es ins erweiterte Kader der U19 Nationalmannschaft geschafft. Diesen Herbst war ich am EFT in Schaffhausen mit dabei. Spielen konnte ich leider nicht, da ich mich im Training vor dem Spiel verletzte. Aber jetzt bin ich wieder fit und arbeite an meinem Ziel.

Du trainierst neben den Vereinstrainings ausserdem nochmals jede Woche ein- oder zwei Mal morgens um 06.00 Uhr im RLZ? Wieso tust Du Dir das an und was erhoffst Du Dir davon?

Da ich vor der Ausbildung die Swiss Unihockey Schule in Erlen besuchte, fehlten mir Trainings in denen wir spezifisch nur Stocktechnik trainierten. Im Vereinstraining ist das Niveau sehr unterschiedlich gross und ich wollte mich weiterentwickeln. Darum kam das Angebot zum rechten Zeitpunkt. Zwar ist das Training schon um 6:00 Uhr am Morgen und dies zwei Mal in der Woche, aber die Motivation um an mir zu Arbeiten ist grösser, wie die Müdigkeit am Morgen aufzustehen. Mein grosses Ziel ist es an der Heim-WM im 2018 in der U19 Nationalmannschaft mitzuspielen.  

Wie kommst Du damit klar, dass Du so früh morgens aufstehen musst? Wie läuft Dein Tag danach?

Eigentlich sehr gut. Zwar ist der erste Schritt aus dem Bett der schwerste, aber danach geht es recht schnell. Am Abend zuvor muss einfach alles schon gepackt sein, damit es am Morgen schneller geht und man ein paar Minuten länger schlafen kann.

Nach dem Training fühlt es sich an, als ob man schon sehr lange wach ist. Ich  fühle mich aber richtig fit und munter. Nach dem Training geht es zur Arbeit. Es sind dann schon recht lange Tage, da ich jeweils Spätschicht habe und nach dem langen Arbeitstag noch ins Vereinstraining muss. Dieses geht dann bis um 22:00 Uhr. Da merke ich dann schon, dass ich nun wirklich lange auf den Beinen bin und freue mich auf mein Bett.

Was genau macht Ihr im RLZ? Trainiert Ihr da anders als im Mannschaftstraining?

In den Trainings machen wir sehr viele Übungen zum Thema Stickhandling. Die wir nun zwar im Verein ab und zu auch trainieren, aber nicht so spezifisch und unterschiedlich. Momentan arbeiten wir daran unsere Pass-Qualität zu steigern. Diese müssen wir im Vereinstraining anwenden. Nur so lernen auch meine Teammitglieder, wie man einen scharfen Pass annehmen muss und wir entwickeln uns im Team weiter. Olli gibt uns auch sehr viel Zeit, um unsere Schüsse zu verbessern, so dass sie schärfer und genauer ins Tor kommen. Dies schauen wir im Mannschaftstraining selten an. Im RLZ schauen wir keine Spieltaktiken an, da wir ja aus ganz verschiedenen Mannschaften kommen. Das finde ich sehr gut. Weil man sich so persönlich verbessern kann.

Würdest Du dies auch anderen Unihockey-Spielern empfehlen? Weshalb?

Ich würde es jedem empfehlen. Ich habe in den letzten Monaten so viel gelernt, was ich ohne das RLZ nicht gelernt hätte. Wenn man ein Ziel vor Augen hat, sind diese Trainings optimal, um dem Ziel näher zu kommen. Nicht nur im Unihockey lernt man sehr dazu. Man lernt auch richtig zu Planen. Zum Beispiel am Vorabend alles bereit zu stellen und nicht erst am Morgen.

Zusätzlich ist es ein tolles Angebot Beruf und Training unter ein Dach zu bringen. Da es bei meinem Beruf nicht möglich ist über den Mittag zu trainieren, ist das Angebot am Morgen gerade richtig.

Was gefällt Dir besonders am RLZ?

Mir gefällt, dass ich mit weiteren SpielerInnen, die top motiviert sind, trainieren kann. Und wenn ich zu Hause Übungen für die Stocktechnik mache, sind das immer die gleichen, die jeder kennt. Aber im RLZ habe ich nun immer wieder andere Übungen gemacht, die ich vorher noch nicht kannte. Die kann ich nun auch zu Hause verwenden.

 

Interessentinnen und Interessenten finden hier weitere Informationen zum RLZ Thurgau.